Die Sache mit dem Älterwerden – Werde ich alt?

Die Sache mit dem Älterwerden – Werde ich alt?

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Zeit ist mir immer häufiger aufgefallen, dass ich mit meinen 28 Jahren doch nicht mehr zu der ganz jungen Generation zähle. Klar, 28 ist kein Alter werden jetzt viele schreien, aber ich empfinde es so, als hätte mich das Älterwerden doch so langsam eingeholt und mit voller Breitseite in den verschiedensten Bereichen meines Lebens attackiert.

Job&Parties

Wie ihr bereits wisst, ist mein Studenten leben bereits seit einiger Zeit vorbei und ich arbeite Vollzeit bei einem Mainzer Start-Up im Bereich Online und Influencer Marketing. Neben meiner 40 Stunden Woche im Unternehmen bin ich Bloggerin und versuche mit viel Liebe meinen Blog, sowie meine Social Media Kanäle zu bespielen. An zwei Samstagen im Monat arbeite ich außerdem noch in einer Caffèbar und zaubere leckere italienische Kaffeespezialitäten für unsere Kunden. Ein volles Programm nenne ich es mal 😉 Denke ich nun ein paar Jahre zurück an die Blüte meiner Studienzeit, sehe ich mich als etwas unerfahrene 22 Jährige, die morgens lieber mal etwas länger geschlafen und die ersten beiden Vorlesungen getrost auf die nächste Woche geschoben hat. Die Klausur war noch in weiter Ferne und in den Büchern kann man ja locker alles nachlesen, war meine Devise. Ja, ich gebe zu, ich war keine Vorzeigestudentin, habe aber trotzdem alles zu Ende gebracht und war letztendlich stolz, dass alles so gut gelaufen ist. Priorität hatte bei mir eher die Freizeit. Mittwoch und Donnerstag waren und sind bei uns in Mainz die Partytage schlechthin. Mittwochs ging es mit der Clique immer in die Stadt, um in den einschlägigen Clubs bis in den Morgen zu feiern. So einige Drinks sind vernichtet worden und auch der Konter-Döner danach war eines vieler Pflichtprogramme. Am nächsten Tag war ein leichter Kater zu spüren, aber hey, man ist noch jung und muss was erleben. Spätestens am Nachmittag war die letzte Nacht Schnee von gestern und es wurde per Studi VZ (jaaaa das gab es noch) beratschlagt, welche Fachschaft wohl die beste Donnerstags-Party schmeißen würde. Da ich direkt neben dem Campus gewohnt habe, war meine kleine Wohnung für gewöhnlich der Treffpunkt und wir sind nach ein paar Stündchen Vorglühen und einer wilden Stylingorgie losgezogen, um es mal wieder krachen zu lassen. Ich bin ehrlich gesagt schon vom darüber Schreiben ein bisschen müde. Partytechnisch, das gebe ich zu, ist bei mir einfach nicht mehr viel zu machen. Freitags nach der Arbeit unter die Dusche hüpfen, aufbrezeln und dann die Nacht durchtanzen? ÄÄÄÄÄHM NEIN! Nach der Arbeit kann ich mich gerade mal so zum Sport aufraffen und bin danach überglücklich mit meinem Abendessen auf der Couch zu sitzen und meine aktuelle Lieblingsserie auf Netflix zu suchten. Zwei Tage Party hintereinander? BITTE! Mich bringt mittlerweile schon ein Geburtstag, auf dem ich länger als ein Uhr bin aus der Fassung. Meine Freunde haben sich mittlerweile daran gewöhnt, dass mir beim Reden die Augen zufallen und ich mir dann schnell ein gemütliches Plätzchen auf der Couch zum Schlafen suche. Meistens werde ich dann von meinem Freund geweckt, der los möchte. YEAH BETT!!! Und dann die Sache mit dem Kater… Billigen Alkohol kann ich leider überhaupt nicht mehr trinken. Danach brummt mein Schädel wie die Gleisarbeiten von Stuttgart 21! Ein oder zwei schöne Gin Tonic sind meine besten Freunde geworden. Bei einem guten Wein sag‘ ich auch nicht nein (reimt sich sogar). Leider habe ich am nächsten Morgen mindestens üble Kopfschmerzen oder im schlimmsten Falle nicht nur ein flaues Gefühl im Magen! Spreifrei seit 03? Denkste! Älter werden hat aber auch seine Vorteile. Man wird ruhiger, hat unglaublich viel Spaß dabei, den jüngeren YOLO-Kids beim rumspringen zuzusehen und freut sich, dass nach der Sause eine saubere, schöne Wohnung mit einem gemütlichen Boxspringbett auf einen wartet. Gibt es etwas Schöneres?

Für alle Heimscheißerchen wie mich, gibt es hier ein paar nette Einrichtungstipps, mit denen man sich noch mehr auf’s nach Hause kommen freut 😉 Für die Working Girls gibt es noch ein paar Businesslooks hinterher!

 

Beziehungen&Familie

Ach was waren das Zeiten, als man sich mit den Mädels über die neuesten Bekanntschaften ausgetauscht hat. Sieht er gut aus? Ist er ein Aufreißer? Meint er es ernst? Letzteres, das musste ich leider feststellen, ist so eine Sache. Anfang 20 sind meiner Erfahrung nach die wenigsten Jungs (ja, ich nenne sie bewusst Jungs) nicht wirklich bereit, eine feste Beziehung einzugehen. Das mag sich in einigen Fällen auch mit 40 nicht geändert haben, aber der prozentuale Anteil dieser Spezies ist bei den jüngeren Jungs doch signifikant höher. Da gab es die Verprecher, die gerade einfach nichts Festes eingehen können (sagen wir besser wollen), man aber DIE EINE wäre, wenn sich die eigene Psyche in nicht voraussehbarer Zeit ändern sollte. IS KLAR… Auch nett, sind die Beziehungsvortäuscher, bei denen die gemeinsame Zeit eben genauso ist, wie man es in einer Beziehung gewohnt ist. Spricht man dieses Thema nach ein paar Monaten an, wird man eiskalt mit einem Satz wie „Eine Beziehung? Wir haben doch eine schöne Zeit miteinander!“ abgespeist. Die angebliche Beziehungsunfähigkeit der Jungs in diesem Alter scheint eine weitverbreitete Krankheit zu sein, die sich wohl erst im laufe der Jahre ändert. Eine weitere Spezies sind die allseits beliebten Mehrgleiser, die zeitgleich mehrere kleine Beziehungen führen und allem hinterherlaufen, was nicht bei 1 1/2 auf den Bäumen ist. Ich glaube, diese Typisierungen könnte ich ewig so weiterführen, aber irgendwann ist auch mal gut. Ich denke, ihr wisst was ich meine. Klar hat es unglaublichen Spaß gemacht, seinem aktuellen Top-Kandidaten auf die coolste Party zu folgen um suuuper unauffällig auch da zu sein „Ach was, du auch hier?“, aber die Enttäuschungen nahmen doch meist überhand. Von der jetzigen Warte aus, kann ich sagen, dass diese Enttäuschungen teilweise einiges mit Naivität und Unerfahrenheit, andererseits auch etwas mit der Persönlichkeit zu tun hat. Es gibt einfach diese Menschen, die mit einer gewissen Gutgläubigkeit (im Sinne von Vertrauen in andere) auf die Welt gekommen sind. Diese Menschen, zu denen auch ich zähle, gehen zumeist davon aus, dass ihr Gegenüber genauso tickt wie man selbst und deshalb große Hoffnungen und großes Vertrauen in andere setzt. Mittlerweile habe ich aus vielen Fehlern gelernt und diese Eigenschaft bis zu einem gewissen Grad abgelegt. Manchmal aber erwische ich mich auch noch dabei, etwas zu positiv von fremden Menschen zu denken. Die Männersuche hat bei mir seit 3 1/2 Jahren ein Ende gefunden. Wenn ich an meinen Freund denke, weiß ich, was ich erwarten kann und was nicht. Alles ist doch ziemlich sicher und aufeinander eingespielt. Man lebt zusammen, hat einen gemeinsamen Freundeskreis und verbringt seine Freizeit miteinander. Für viele hört es sich vielleicht etwas langweilig an aber eine gewisse Sicherheit ist einfach beruhigend und schont die Psyche ungemein 😉 Aktuell bricht in meinem Umfeld die Zeit an, in der viele Freunde ans Heiraten und an Kinder denken, oder es schon getan haben. Ich selbst, fühle mich aber noch nicht bereit dafür. Trotz meiner vielen Macken, für die man mich eher auf Mitte 50 schätzen könnte, ist das innere Kind in mir scheinbar ein ganz schöner Kraftprotz. Sehr oft, fühle ich mich selbst noch als Kind und kann mir nicht vorstellen, eines zu erziehen. Wie gerne ich bei kleinen Problemchen immer meine Mama anrufe und bei bürokratischen und handwerklichen Dingen gerne auf meinen Papa zurückgreife… Mal abwarten, was die innere Uhr in der nächsten Zeit mir mir macht. Vielleicht ändere ich meine Meinung in naher Zukunft, aber momentan sieht es erst mal nicht danach aus. Die Sache mit der Vereinbarkeit von Job und Familiengründung lasse ich hier mal außen vor, da ich mich (typisch Soziologe) wohl stundenlang darüber auslassen würde.

 

Körper

Ich erinnere mich sehr gut daran, dass ich 2007 mit einer damals 24 Jährigen (ich war damals 19) im Auto auf dem weg zu einem Promotion-Einsatz gesessen habe. Sie kaute auf ein paar Karottenschnippseln herum und ich hatte mir gerade an der Raststätte 2 Bifi Carraza (heißen die so? Ihr wisst was ich meine;)) geholt und war dabei diese in mich hineinzustopfen. „Warte mal ab, sobald die 2 davor steht, geht das nicht mehr. Da setzt alles an!“ hat sie gesagt. Vielleicht war die Aussage ein wenig übertrieben, aber ich muss sagen, ab dem Alter von 24 konnte ich regelrecht zusehen, wie es schwerer wurde, ein paar Pölsterchen loszuwerden und wie schnell jedes fiese Fastfood die Speckröllchen aufgefüllt hat. Ich rede jetzt mal von mir und ich bin mir sicher, es gibt einige gesegnete Menschen, die immer essen können was sie wollen, keinen Sport treiben und trotzdem so straff wie Frischhaltefolie aussehen. Bei mir ist dies leider nicht der Fall. Diesen Sommer hardere ich zum ersten mal so richtig mit kurzen Shorts, da sich die Cellulite einfach nicht mehr aufhalten lässt und im Winter einen richtigen Wachstumsschub hatte. Ich mache Sport, aber Erfolge in Bezug auf die Fettverbrennung gibt es bei mir nur sehr kleine. Natürlich achte ich auf meine Ernährung und versuche viele frische und leichte Lebensmittel zu mir zu nehmen, möchte mir zwischen den ganzen Low Carb-Schichten jedoch auch mal eine Pizza oder einen Cocktail gönnen. Vor einigen Jahren wäre ich mit meiner jetzigen Ernährungsweise sicherlich so schlank und rank wie eine Primaballerina gewesen. Heute halte ich meine Figur damit jedoch nur auf einem recht konstanten Niveau. Klar, meckere ich gerne an mir und meinen Problemzonen herum, aber in einer gewissen Art und Weise, lebe ich mit ihnen und hab eingesehen, dass man mit einem geregelten Tagesablauf ohne Zeit für stundenlange Sport-und Kochsessions auch keine Wunder erwarten kann. Auch vor dem Gesicht macht das Älterwerden leider nicht halt. Auf der Stirn und um die Augen machen sich leichte und etwas schwerer Fältchen breit. Mich stören an mir die beiden „Bösen“-Falten zwischen den Augenbrauen, die von meiner Liebe zur Sonne und meinem eingeschränkten Sehvermögen herrühren. Wenn dann auch noch Make-Up mit ins Spiel kommt ist es völlig vorbei. Die Falten kommen einfach noch deutlicher zur Geltung! Aktuell kommen zu den Alterungserscheinungen auch noch Pickel hinzu! JAAA PICKEL! Was die so plötzlich von mir wollen, weiß ich leider auch nicht. Früher wäre ich mit einer solchen Haut im Erdboden versunken und wahrscheinlich nur vollvermummt aus dem Haus gegangen. Heute gehe ich recht locker damit um. Was soll ich machen, ist eben gerade nun mal so wie es ist. Mehr als die richtige Pflege verwenden und mich gut ernähren kann ich in diesem Fall nicht. Die Pflege ist jedoch gerade eines der größten Probleme. Pickel und Falten bekommt man nämlich eher schwer unter einen Hut. Glücklicherweise habe ich mittlerweile ein paar Produkte gefunden, die für diese Horrorkombination gut geeignet sind (ihr findet sie unten).

Älterwerden kann man nicht verhindern, das ist eben so. Es hat aber nicht nur negative Seiten. Ich bin deutlich selbstsicherer und höre nicht mehr zu sehr auf die Meinung anderer. Ich kenne mich und meinen Körper genauer. Ich weiß, was ich von anderen erwarten kann und was zu viel verlangt ist. Ich habe aber auch ein riesiges inneres Kind in mir, dass vieles nicht ganz so ernst sieht und dafür sorgt, dass ich nicht „alt“ werde.

Wie sieht es mit euch aus?

Die fluffigen Hausschuhe gibt es übrigens hier.

xxx Laura 

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